DUBLIN : Irland wird die EU -Ziele für erneuerbare Energien bis 2030 voraussichtlich verfehlen, wie Minister in einem Kabinettsvermerk vom 9. März 2026 erfuhren. Laut dem Vermerk erfüllte der Staat zwar 2024 die Grundvoraussetzung von 16 % Anteil erneuerbarer Energien, wird aber die Zwischenziele von 27,6 % im Jahr 2025 und 33,6 % im Jahr 2027 voraussichtlich nicht erreichen. Die Ziele werden anhand des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch (Strom, Wärme und Verkehr) berechnet, mit einem angestrebten Gesamtanteil von 43 % bis 2030.

Das Ministerium für Klima, Energie und Umwelt prüft derzeit verschiedene Möglichkeiten, die prognostizierte Lücke zu schließen, darunter EU-Kooperationsmechanismen, die Mitgliedstaaten die im Ausland erzeugte erneuerbare Energie gutschreiben können. Eine Option ist der EU-Finanzierungsmechanismus für erneuerbare Energien. Dieser sieht finanzielle Beiträge zu Projekten für erneuerbare Energien in anderen Mitgliedstaaten im Austausch gegen eine statistische Zuteilung der erzeugten Energie vor. Das Ministerium analysiert derzeit den Nutzen und die Kosteneffizienz der verfügbaren Mechanismen.
Irlands Gesamtziel für erneuerbare Energien bis 2030 wurde in den letzten Jahren überarbeitet. Im Rahmen seines nationalen Energie- und Klimaplans von 2019 legte Irland gemäß den damals geltenden EU-Vorschriften ein Gesamtziel von 34,1 % erneuerbarer Energien für 2030 fest. In seinem aktualisierten nationalen Energie- und Klimaplan, der im Juli 2024 veröffentlicht wurde, strebt Irland einen Gesamtanteil von 43,0 % erneuerbarer Energien für 2030 an und skizzierte einen Mindestpfad zur Erreichung dieses Ziels, der den strengeren EU-weiten Anforderungen und nationalen Verpflichtungen Rechnung trägt.
Ziele und Prognosen
Die Modellrechnungen des aktualisierten Plans zeigen, dass Irlands prognostizierter Anteil erneuerbarer Energien vom gewählten politischen Weg abhängt. Bei Beibehaltung der bestehenden Maßnahmen wird der Gesamtanteil erneuerbarer Energien voraussichtlich 2025 bei 20,1 % und 2027 bei 23,6 % liegen – unter den Mindestvorgaben von 27,6 % bzw. 33,6 % – und bis 2030 auf 30,9 % steigen (Ziel: 43,0 %). Bei zusätzlichen Maßnahmen wird der Gesamtanteil voraussichtlich 2025 bei 20,3 %, 2027 bei 25,9 % und 2030 bei 42,7 % liegen.
Aktuelle offizielle Energiedaten verdeutlichen die ungleichmäßigen Fortschritte in den verschiedenen Sektoren. Die irische Behörde für nachhaltige Energie (Sustainable Energy Authority of Ireland) berichtete, dass erneuerbare Energien im Jahr 2023 etwa 40,7 % des irischen Strombedarfs deckten, wobei Windenergie 33,7 % der Stromversorgung ausmachte. Laut demselben Bericht entfielen im Jahr 2023 20,1 % des gesamten Strombedarfs auf Rechenzentren – ein Faktor, der den erforderlichen Ausbau der Stromerzeugung zur Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien erhöhen kann. Verkehr und Heizung sind im Gesamtenergieverbrauch weiterhin stärker auf fossile Brennstoffe angewiesen als die Stromerzeugung.
Compliance-Kosten und frühere Käufe
Ein gemeinsamer Bericht des irischen Finanzbeirats und des Klimabeirats aus dem Jahr 2025 beziffert die potenziellen Kosten für die Nichterfüllung der Verpflichtungen im Bereich erneuerbarer Energien auf 0,5 bis 4,4 Milliarden Euro bei Beibehaltung der bestehenden Maßnahmen und auf 0,2 bis 2,6 Milliarden Euro bei zusätzlichen Maßnahmen. Laut Bericht ist Irland verpflichtet, einen Basisanteil erneuerbarer Energien von 16 % zu halten und bis 2030 auf 43 % zu steigern. Der Bericht merkt an, dass Irlands Anteil erneuerbarer Energien im Jahr 2023 bei etwa 15 % lag und damit unter diesem Zielwert.
Irland hat bisher auf grenzüberschreitende Maßnahmen zur Erfüllung der EU-Vorgaben im Bereich erneuerbarer Energien gesetzt. Laut Bericht des Fiskalrats hat Irland sein Ziel für den Gesamtanteil erneuerbarer Energien im Jahr 2020 nicht erreicht und 3,5 Terawattstunden an Zertifikaten für erneuerbare Energien durch statistische Transfers aus Estland und Dänemark für 50 Millionen Euro erworben. Das Ministerium erklärte, die Förderung der heimischen Erzeugung erneuerbarer Energien habe weiterhin Priorität, während die im Kabinettsmemorandum dargelegten Optionen zur Einhaltung der EU-Vorgaben geprüft würden. – Von Content Syndication Services .
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