EuroWire , ROM: Drei Skifahrer kamen am Samstag, dem 7. Februar, bei Lawinenunfällen abseits der Pisten in den norditalienischen Alpen ums Leben. Rettungskräfte warnten, dass die jüngsten Schneefälle und der Wind Teile des Gebirges gefährlich instabil gemacht haben. Die Unglücke ereigneten sich in den Dolomiten und im Veltlin in der Lombardei, nur wenige Stunden von den Austragungsorten der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina entfernt.

Bei dem ersten tödlichen Unglück bargen Rettungskräfte die Leiche eines Skifahrers, der in der Nähe von Punta Rocca, etwa 3.300 Meter hoch im Marmolada-Massiv, dem höchsten Gipfel der Dolomiten, verschüttet war. Der Skifahrer war mit drei Begleitern abseits der markierten Pisten unterwegs, als die Lawine abging. Seine Begleiter begannen sofort mit der Suche, der sich weitere Skifahrer anschlossen, bevor Rettungsteams eintrafen und die Bergungsarbeiten fortsetzten.
Die zweite tödliche Lawine ereignete sich gegen Mittag auf der Alpe Meriggio in der Gemeinde Albosaggia im unteren Veltlin. Drei Skibergsteiger wurden von der Lawine erfasst, zwei von ihnen starben, wie lokale Rettungskräfte und Bergretter mitteilten. Das dritte Mitglied der Gruppe überlebte, nachdem es sich aus dem Schnee befreien konnte und anschließend medizinisch untersucht wurde. Suchmannschaften sicherten das Gebiet mit Hubschraubern und Lawinenortungsgeräten.
Spätere Meldungen der örtlichen Behörden bestätigten, dass eine weitere Lawine in derselben alpinen Region ein viertes Todesopfer forderte, nachdem zuvor von einem Schwerverletzten die Rede gewesen war. Die Lawine traf vier Skibergsteiger nahe Bellamonte im Val di Fiemme, unweit der Grenze zum Skigebiet San Martino. Der Verletzte erlag seinen Verletzungen, nachdem er per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Trient geflogen worden war. Zwei der Gruppe blieben unverletzt, ein vierter wurde wegen Verletzungen behandelt.
Rettungseinsätze und Geländebedingungen
Die Bergrettung gab bekannt, dass sich alle drei Skifahrer, die zunächst in den Dolomiten und im Veltlin ums Leben gekommen waren, außerhalb der überwachten Pisten befanden, wo die Lawinensicherungsmaßnahmen üblicherweise im Fokus stehen. Rettungskräfte setzten Hubschrauberteams, spezialisierte alpine Einheiten und Hundeführer ein und führten abschließende Suchaktionen durch, um sicherzustellen, dass keine weiteren Personen verschüttet wurden. Die Behörden bekräftigten zudem die üblichen Sicherheitshinweise für das Skifahren im freien Gelände, darunter das Mitführen von LVS-Gerät, Sonde und Schaufel sowie das Befahren mit Partnern, die im Umgang damit geschult sind.
Die italienischen Schnee- und Lawinenschutzbehörden warnten vor erhöhter Lawinengefahr in mehreren alpinen Gebieten. Grund dafür waren Neuschneeablagerungen auf älteren, schwächeren Schneeschichten und die Bildung instabiler Schneebretter durch den Wind. Laut Behördenangaben kann in manchen Gebieten bereits ein einzelner Skifahrer oder Snowboarder eine Lawine auslösen, insbesondere an steilen Leehängen mit Verwehungen. Die Warnungen erstreckten sich über einen weiten Teil des Alpenraums von West nach Ost.
Warnungen während der Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina
Die Vorfälle ereigneten sich während der Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina, die vom 6. bis 22. Februar stattfanden. Die alpinen Wettkampfstätten erstreckten sich über die norditalienischen Berge. In Cortina d’Ampezzo wurden die alpinen Skiwettbewerbe der Frauen ausgetragen, in Bormio die der Männer. Die Lawinenabgänge des Wochenendes lagen somit innerhalb des größeren Olympiagebiets, obwohl sich die Todesfälle abseits der Rennstrecken und gesicherten Pisten ereigneten.
Der italienische Alpenrettungsdienst mahnte in den Tagen nach den Unfällen am Wochenende zu höchster Vorsicht und erklärte, dass in weiten Teilen der Alpen aufgrund der aktuellen Schneeverhältnisse weiterhin Lawinengefahr bestehe. Der Dienst meldete elf Lawinentote innerhalb von sieben Tagen im gesamten Gebirge, darunter den Tod eines 70-jährigen Wanderers in der Region Venetien. Die Behörden rieten erneut dazu, die lokalen Lawinenlageberichte zu verfolgen, sichere Routen zu wählen und Touren bei unsicheren Bedingungen zu verschieben.
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